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Burnout & Stress

19.01.2019

Burnout und Stress: wie kann ich entgegen wirken?

 

 Der Begriff „Burn-out“ wurde 1974 von einem Psychoanalytiker geprägt. Es ging um die chronische Überlastung von Mitarbeitern im Sozialbereich. Heute verstehen wir unter Burn-out ein Gefühl der Ausgelaugtheit, also emotionale und körperliche Erschöpfung, oft verbunden mit Unausgeglichenheit und Gereiztheit. Burn-out ist nur schwer messbar: So kann etwa ein Arzt nach einer anstrengenden Nachtschicht ähnlich hohe Stresswerte haben wie einer seiner schwer depressiven Patienten.

 

 

Sind wir besonders belastet oder droht Gefahr von außen, ist die natürliche, gesunde Reaktion darauf vorprogrammiert: Herz und Kreislauf werden aktiviert. Stresshormone wie Adrenalin werden ausgeschüttet. Glukose wird freigesetzt, um Hirn und Muskeln zu stärken. All das dient dem Zweck, eine gefährliche Situation überstehen zu können – entweder durch Kampf oder durch Flucht. Das ist gesunder Stress. Ungesunder Stress entwickelt sich bei chronischer Dauerbelastung, insbesondere dann, wenn Menschen der Ausgleich fehlt. Was Menschen ausgleicht, entspannt und wodurch sie sich erholen und ist individuell unterschiedlich.

 

Burn-out ist ein schleichender Prozess. Ein sehr häufiges Anzeichen für alle Formen von Burn-out sind Schlafstörungen. Typische Belastungskomplexe, die zu Burn-out führen können, sind:

  • dauerhaft hohe Arbeitsbelastung am Arbeitsplatz oder im häuslichen Bereich,

  • dauerhaft hohe Erregung, resultierend zum Beispiel aus ungelösten Konflikten mit Kollegen, Chefs, Partnern oder in der Familie,

  • starke Reize aus der Umwelt,

  • mangelhafte Befriedigung von Grundbedürfnissen wie Schlaf, Sex, Sozialkontakte, Anerkennung, Entscheidungsfreiheit, Ausgleich und Erholung.

Menschen reagieren auf solche Störungen oft mit verstärkter Selbstkontrolle und Selbstdisziplin. Bei Selbstkontrolle als Selbstmanagement entstehen Konflikte zwischen dem Verstand und den inneren Bedürfnissen, die krank machen können.

 

Aus Erfahrungswerten ergeben sich typische Zonen, in denen Menschen Ausgleich finden und wieder ihre Akkus laden können:

  • Wärmeneigung: Vielen Menschen hilft besonders Wärme dabei, sich zu entspannen: Urlaub im Süden, Saunabesuche, Kuschelsocken, Wärmflaschen.

  • Sportneigung: Menschen mit ausgesprochenem Bewegungsdrang brauchen das Auspowern beim Joggen oder allen möglichen Sportarten, um sich zu regenerieren.

  • Erregbarkeit: Leicht erregbare Menschen oder solche, die beispielsweise in der Krankenpflege ständig Erregungen ausgesetzt sind, finden oft Entspannung in absoluter Ruhe bei Meditation, in der Natur, einem warmen Bad oder einer Massage.

  • Aktivierbarkeit: Hier entspannen zweckfreie Tätigkeiten ohne Stress wie Gärtnern, Stricken, Hobbykochen und dergleichen.

  • Sozialer Rückhalt: Diese Menschen brauchen vor allem ihre Familie und ihr soziales Umfeld um sich. Selbst in der schönsten Rehaklinik wären sie so ganz allein erneut gestresst.

  • Intellektuell-musische Betätigung: Bücherwürmer, Chorsänger, Konzertliebhaber und Museumsbesucher finden an entsprechenden Orten Ausgleich und Entspannung.

(vgl. Quelle: Maja Storch, Johannes Storch und Dieter Olbrich)

 

Herzlichst Eure

 

 

 

 

 

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