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Mediation & Konfliktregelung

„Alles andere ist Meinung.“

(Demokrit)


Was ist Mediation?

Das österreichische Zivilrechts-Mediations-Gesetz liefert in seinem § 1 ZivMediatGesetz folgende Definition der Mediation:

„Mediation ist eine auf Freiwilligkeit der Parteien beruhende Tätigkeit, bei der ein fachlich ausgebildeter, neutraler Vermittler (die Mediatorin bzw. der Mediator) mit anerkannten Methoden die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen“


Leichter verständlich:


"In der Mediation geht es grundsätzlich um die Erarbeitung neuer sachlicher Regelungen."


Es handelt sich hierbei um ein außergerichtliches Verfahren, das bei der optimal bzw. nachhaltigen Lösungsfindung von Konflikten von den betroffenen Parteien eigenverantwortlich in privaten, beruflichen, wirtschaftlichen und ökologischen Bereichen genutzt wird:


Somit betrifft es konfliktbelastete Bereiche wie:

  • Familien (zB Scheidung)

  • Wirtschaft

  • Nachbarschaft

  • Umwelt

  • Schule

  • Öffentlicher Bereich

  • Bauwesen

  • Politik

  • etc.


Was sind die Aufgaben des Mediators/der Mediatorin?

Die allparteilichen Mediatorinnen/Mediatoren leiten die Gespräche und sind für den Rahmen und den Ablauf der Mediation verantwortlich. Sie achten auf die Einhaltung der Fairness und der Mediationsregeln. Sie sind zur Verschwiegenheit über die Tatsachen verpflichtet, die ihnen im Rahmen der Mediation anvertraut oder sonst bekannt wurden und die Mediatorinnen/Mediatoren werden von den Parteien selbst ausgewählt.


Was sind die Vorteile einer Mediation?

  • Mediation ist immer ein freiwilliges Verfahren.

  • Mediationsgespräche sind absolut vertraulich.

  • Voraussetzung für eine Mediation ist die Bereitschaft aller Beteiligten, an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten.

  • Mediation bietet auch die Möglichkeit, wieder ein konstruktives Gesprächsklima zu schaffen, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

  • Die Lösung selbst kommt von beteiligten Parteien – es gibt niemanden, der besser als jeder für sich selbst entscheiden kann, welche Lösung die fairste ist.

  • Mediation besticht durch ihre klar strukturierte Konfliktanalyse und beinhaltet das rasche Erkennen, richtige Handeln und Lösen von Konflikten.

  • Mittels optimalen Lösungsstrategien gelingt es, einen Konflikt rasch und für die Parteien zufriedenstellend zu entschlüsseln.

  • Durch die Nachhaltigkeit der Problemlösung ergibt sich eine Situation, von der alle Beteiligten profitieren. Mediation spart Zeit, da das Ergebnis schneller als bei einem Gerichtsprozess erzielt wird.

  • Mediation ist das kostengünstigere (im Vergleich zu Gerichtsverfahren) Verfahren.

  • Die Vorteile der Mediation hat auch der Gesetzgeber erkannt und sie in vielen Bereichen bereits integriert (Familie, Nachbarschaft, Arbeitswesen etc.).


Was sind die Voraussetzungen für eine Mediation?

  • Mindestens zwei Menschen, die miteinander einen Konflikt haben, und eine neutrale Mediatorin/einen neutralen Mediator.

  • Die Konfliktparteien sind verhandlungsfähig.

  • Sie sind sich des Konfliktes untereinander bewusst.

  • Sie haben die Absicht, den Konflikt auf dem Verhandlungsweg zu lösen.


Der Ablauf einer Mediation lässt sich in mehrere Phasen unterteilen:

Vorphase: In der Vorphase bemüht sich die Mediatorin/der Mediator eine Gesprächsbasis zu schaffen, erläutert Ziele, Ablauf und Regeln der Mediation und schließt mit allen Parteien eine Mediationsvereinbarung ab. Darin werden auch Kosten, Kostenaufteilung, allfällige Bedingungen, Fristen, gegebenenfalls Termine und Gesprächsregeln vereinbart.

Erste Phase: Die Mediatorin/der Mediator schafft eine vertrauensfördernde Gesprächsatmosphäre und jede Partei erhält die Gelegenheit, ihren Standpunkt zu schildern. Die Mediatorin/der Mediator arbeitet die unterschiedlichen Sichtweisen des Konfliktes heraus, ohne diese zu bewerten, und erstellt eine Themen-Liste.

Zweite Phase: In der folgenden Konfliktbearbeitungs-Phase bringen die Parteien ihre Gefühle zum Ausdruck. Die zu Grunde liegenden Interessen, Bedürfnisse und Ziele der Beteiligten werden konkretisiert.

Dritte Phase: Auf Basis der Wünsche und Ziele der Beteiligten werden alle möglichen, denkbaren Lösungswege gesucht und alle Ideen und Varianten ohne Bewertung gesammelt.

Vierte Phase: Alle gefundenen Optionen werden von den Beteiligten gemeinsam bewertet, auf ihre Umsetzbarkeit und Dauerhaftigkeit überprüft, und aus den verbliebenen Möglichkeiten wird diejenige ausgewählt, die allen den größten Nutzen/Gewinn bringt und die Zustimmung aller findet.

Fünfte Phase: Nach einer möglichen zusätzlichen externen Überprüfung durch Expertinnen/Experten findet die schriftliche Abfassung eines Mediationsvertrages statt und wird von allen Beteiligten unterzeichnet. Diese ist dann zB im Falle einer Scheidung geeignet dem Gericht für eine einvernehmliche Scheidung vorgelegt zu werden.

Evaluierung (Follow-up): Allenfalls kann eine Evaluierung vereinbart oder als Option ins Auge gefasst werden, um zu sehen, ob die Ergebnisse den Zielen und Erwartungen entsprechen bzw. gehalten haben oder auch um Details zu verbessern. (vgl. Quelle: https://www.oesterreich.gv.at/themen/familie_und_partnerschaft/scheidung/Seite.100800.html)


Für weitere Informationen bzw. Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!

Herzlichst Eure




positiv • lösungsfokussiert • neugierig • zukunftsorientiert • humorvoll • Ressourcen stärkend • allparteilich

Ich arbeite nach den Kriterien der ÖVS

(Österreichische Vereinigung für Supervision und Coaching)

und erfülle entsprechende Qualitätsstandards und ethische Richtlinien.

Ich arbeite nach den Kriterien des ÖBM (Österreichischer Bundesverband für Mediation)

und erfülle entsprechende Qualitätsstandards und ethische Richtlinien.

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