Resilienz - die zentrale Kraft im Leben


Tagtäglich hat man mit Schwierigkeiten zu leben, die man meistern muss. Man begegnet Hindernissen im Alltag, die man beiseite räumen muss. Man muss Schicksalsschläge einstecken und sich laufend im Leben neu orientieren. Verluste müssen kompensiert und Krisen überwunden werden.


Die Strategien, die man dafür nutzt und die Eigenschaften und Fähigkeiten, die man dazu bewusst oder unbewusst zu aktivieren hat, gehören zum Repertoire an Resilienz.

Resilienz braucht man sowohl im beruflichen Umfeld als auch im privaten Leben, wo man mit Beziehungsproblemen konfrontiert ist, sie ist aber unentbehrlich, wenn man einschneidende Ereignisse wie Krankheit, Tod und andere schwerwiegende Verluste verkraften muss.


Unter Stress oder in Schwierigkeiten denkt und handelt man meistens unbewusst. Einzig und allein im Rahmen persönlicher Entwicklung kann man die eigenen Ressourcen wahrnehmen, gezielt einsetzen und systematisch entwickeln. Dies ist allerdings eine beachtliche, persönliche Veränderungsinitiative, bei der man sich selber bewusst wahrnehmen und die eigenen Bewältigungsstrategien realistisch einschätzen muss. Die Grundlage für ein reiches und gelingendes Leben ist daher ein gut bestücktes Lager an Bewältigungsstrategien.

Aus Schwächen werden Stärken

Aus Symptomen werden Ressourcen

„Resilienz“ (lateinisch resilire ‚zurückspringen‘, abprallen‘, deutsch etwa Widerstandsfähigkeit) beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen. „Mit Resilienz werden die inneren Kräfte bezeichnet, die es uns ermöglichen, Krisen und Schwierigkeiten nicht nur zu überwinden, sondern gestärkt daraus hervorzugehen“ (Gruhl 2012, S. 8).


Resilienz setzt sich auch aus unterschiedlichen Haltungen, Eigenschaften und Strategien zusammen. In Studien hat es sich gezeigt, dass es in erster Linie nicht die Probleme, Schicksalsschläge oder Krisen an sich sind, die das Leben gelingen lassen oder nicht. Vielmehr ist es die Art und Weise, wie Menschen diesen Widrigkeiten begegnen.


Resilienz bedeutet Elastizität, das heißt, sie lässt Menschen wie ein Gummiband wieder in ihren normalen Zustand zurückschnellen oder wie ein Stehaufmännchen aufrichten, egal was ihnen widerfährt. Oder besser noch: Resilienz ist ein qualitativer Entwicklungsprozess von Individuen, der nicht nur die ursprüngliche Lage wiederherstellt sondern sie überwindet. (vgl. Gruhl 2012, S. 14)


Wofür braucht man Resilienz?

„Du kannst die Wellen nicht stoppen,

aber du kannst lernen, sie zu reiten.“

Karin Krudup

Resilienz ist nichts Lineares oder Statisches sondern eher ein ständiger Prozess, der Risiken und Widrigkeiten nicht eliminiert, sondern einfach hilft, besser damit umzugehen. Denn gerade diese Risiken, Widrigkeiten und Krisen gehören nun einmal zum Leben dazu. Sie ist eine grundsätzliche Geisteshaltung, die in allen Facetten des Lebens nützlich ist, einfach ein Reservoir an emotionalen und praktischen Fähigkeiten.


Selbstverständlich haben unvorhergesehene Veränderungen und einschneidende Erlebnisse großen Einfluss auf unser Leben und auch die persönliche Entwicklung. Aber nicht nur diese allein. Es gibt auch sogenannte „normative Krisen“. Das sind vorhersehbare Lebenswendepunkte wie Pubertät, Heirat, Ende der Berufstätigkeit etc. Durch diese wird deutlich, dass es einfach für jeden unerlässlich ist, sich immer wieder an neue Lebenssituationen anpassen zu können.


So gesehen ist die Entwicklung von Resilienz nie abgeschlossen, keine feste Größe oder einmalige Errungenschaft, sondern ein lebenslanger Prozess. Sie ist einfach als Reserve-Fähigkeit zu verstehen, ein Polster für schlechtere Zeiten, die jeder Mensch braucht.


Resilienz kann man trainieren und üben! Wie das geht und auch nähere Erklärungen über die sieben Säulen der Resilienz gibt es demnächst in einem neuen Blog von mir.


Ich wünsche euch eine schöne Sommerzeit!


Herzlichst Eure




positiv • lösungsfokussiert • neugierig • zukunftsorientiert • humorvoll • Ressourcen stärkend • allparteilich

Ich arbeite nach den Kriterien der ÖVS

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und erfülle entsprechende Qualitätsstandards und ethische Richtlinien.

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