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Jeder kann kommunizieren

10.02.2019

 

Bei der Kommunikation tauschen und übermitteln wir Informationen. Jedes Lebewesen, selbst ein Baum, kommuniziert. Es gibt diverse Modelle zur Kommunikation, wie das von Friedemann von Thun. Danach hat jede Aussage vier Seiten: den Sachinhalt, die Selbstoffenbarung, die Beziehungsansage und den Appell.

Paul Watzlawick wiederum hat fünf Axiome zusammengetragen: Erstens: Man kann nicht nicht kommunizieren. Jeder kommuniziert jederzeit, denn jedes Verhalten ist Kommunikation. Zweitens: Aussagen haben immer eine Inhalts- und eine Beziehungsebene. Die Beziehung bestimmt den Inhalt. Drittens: Eine Beziehung wird immer durch Ursache und Wirkung bedingt. Viertens: Kommunikation ist immer verbal und nonverbal. Und fünftens: Menschen kommunizieren symmetrisch oder komplementär.

 

Durch das Internet strömen mehr Informationen auf uns ein als je zuvor. Wer in diesem ständigen Rauschen noch gehört werden möchte, sollte sich besonders prägnant äußern können. Reden feiern in diesem Zusammenhang ein Comeback.

Ein prominentes Beispiel sind die sogenannten TED Talks: In circa zehnminütigen Reden bringen die Sprecher Wissenswertes auf den Punkt. Die Vorträge werden dann kostenfrei weltweit über das Internet verbreitet.

 

Führen mit Rhetorik

 

Mehr denn je benötigen Führungskräfte gute rhetorische Fähigkeiten für Motivation, Feedback und Mitarbeitergespräche:

  • Motivation: Der Psychologe Werner Correll hat fünf Motivationstypen ermittelt. Um eine Person zu motivieren, ermittelt man deren Typus und spricht die zu ihr passenden Bedürfnisse an. Typ 1 strebt nach sozialer Anerkennung, Typ 2 nach Sicherheit und Geborgenheit, Typ 3 strebt nach Vertrauen, Typ 4 nach Selbstachtung und Typ 5 strebt nach Unabhängigkeit und Verantwortung. Diese Grundmotivation kann sich auch verändern.
     

  • Feedback: Kritisches Feedback formuliert man stets so, dass man Eskalation vermeidet. Man spricht ruhig und freundlich und zeigt dem/der MitarbeiterIn, dass man ihn/sie trotz allem schätzt. Man betont, dass man seinen persönlichen Eindruck wiedergibt, beginnt mit positiven Dingen und geht dann zur Kritik über. Man bittet den/die MitarbeiterIn auch um seine/ihre Meinung dazu.
     

  • Mitarbeitergespräche: Ob Bewerbung oder Feedback – das Mitarbeitergespräch sollte immer mit freundlichem Small Talk begonnen werden, idealerweise mit persönlichen Themen. Man versucht herauszufinden, was der Gesprächspartner erwartet. Man blickt den/die GesprächspartnerIn an, wenn er/sie redet, und spricht ihn häufiger mit seinem/ihrem Namen an. Redepausen machen!
     

Körpersprache einsetzen und lesen

 

Wir kommunizieren nicht nur mit Worten, sondern auch mit Gestik und Mimik. Neben dem gesteuerten Gesichtsausdruck gibt es auch einen ungesteuerten Gesichtsausdruck, Mikroexpression genannt. Diese Mikroexpressionen können leicht die Grundgefühle unseres Gesprächspartners verraten.

Wer Angst hat, hebt beispielsweise Augenbrauen und obere Lider an und zieht sie zusammen. Beim Ekel rümpfen wir die Nase. Wir lächeln vor Freude mit hochgeschobenen Wangen und Fältchen um die Augen. Bei Trauer hängen die oberen Lider und die Brauen ziehen sich zusammen. Sind wir überrascht, heben wir die Brauen, weiten die Augen und öffnen leicht den Mund. Vor Verachtung heben wir die Mundwinkel und ziehen sie leicht ein. Bei Wut senken wir die Brauen und ziehen sie zusammen. Die oberen Lider heben sich, während die unteren angespannt sind. Neben dem Gesichtsausdruck gibt es auch noch die Handhaltung.

 

Geschichten erzählen

 

Geschichten motivieren, wecken Emotionen und überzeugen. Während wir uns Zahlen und Fakten nicht so gut merken können, kann unser Gehirn Geschichten hervorragend verarbeiten und speichern.

Eine gute Geschichte ist nachvollziehbar und authentisch. Sie ist klar strukturiert und leicht verständlich formuliert. Es gibt immer eine Hauptfigur, die sich innerhalb des Spannungsbogens aufgrund von Herausforderungen oder Konflikten verändert. Neben dem Helden als Hauptfigur agieren in Geschichten noch der Mentor, der Schwellenhüter, der Herold, der Gestaltwandler, der Schatten (Bösewicht) und der Trickser. In den typischen Geschichten wird ein Monster besiegt, jemand arbeitet sich vom Tellerwäscher zum Millionär hoch, geht auf eine Suche bzw. eine Reise oder erlebt eine Art Wiedergeburt.

 

 (Quelle: "Rhetorik"; Michael Ehlers)

 

Herzlichst Eure

 

 

 

 

 

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