Generations-Typologien

Traditionals • Babyboomer • Gen X+Y+Z

Birgit Neuhauser | SV, Coaching & OE

Die Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten gravierend verändert: Die Globalisierung und die Digitalisierung sind ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Und ein Ende ist längst nicht in Sicht, dh diese Entwicklungen schreiten immer weiter voran. Hinzu kommt ein demographischer Wandel: Die geburtenstarken Generationen gehören der Vergangenheit an; die Generationen Y und Z legen Wert auf andere Dinge. Das hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. So wird der Mitarbeiter der Zukunft zwischen den Angeboten mehrerer Arbeitgeber wählen können.

  • Aber worin bestehen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Generationen im Einzelnen?

  • Oder anders gefragt: Was zeichnet diese Gruppen aus?

  • Der folgende Artikel stellt die Menschen aus den verschiedenen Geburtenjahrgängen etwas genauer vor.

Typologie von 1922 bis heute

Die sogenannte Generations-Typologie ist bis heute in fünf verschiedene “Phasen“ eingeteilt. Jede dieser Phasen entspricht einem bestimmten Zeitraum, in dem die Menschen der entsprechenden Generation geboren wurden:

  • Traditionals: zwischen 1922 und 1955

  • Babyboomer: zwischen 1956 und 1965

  • Generation X: 1966 bis 1980

  • Generation Y: 1981 bis 1995

  • Generation Z: ab 1995

Die einzelnen Generations zeichnen sich jeweils durch ganz eigene Merkmale in Bezug auf die Werte der Menschen und die Anforderungen, denen diese ausgesetzt sind/waren, aus. So bestehen/bestanden in jeder Generation für diese Zeit spezifische Entwicklungen und Erlebnisse (z.B. Wirtschaftskrisen oder Kriege), die sich maßgeblich auf das Leben der Menschen ausgewirkt haben. Diese Auswirkungen betreffen nicht nur den Arbeitsstil und das Privatleben, sondern beispielsweise auch die grundsätzliche Einstellung gegenüber dem Leben. Zudem sind die Art der Kommunikation und der Bezug der Personengruppen zur Technik/Technologie zwei Kategorien, in denen zum Teil deutliche Unterschiede bestehen.

Hinweis: Da jeder Mensch individuell ist und ganz eigene Vorstellungen, Erfahrungen sowie Ansichten hat, sind die Ausführungen zu den Generationen mit Einschränkungen zu verstehen. Das heißt: Zwei Angehörige derselben Gruppe können vollkommen unterschiedlich sein – und sind es vermutlich auch. Zudem kommt es nicht selten zu Überschneidungen zwischen den Generationen. Mehr hierzu im weiteren Verlauf des Beitrags.

Die Generationen in der Übersicht

In den folgenden Abschnitten werden die Generationen genau vorgestellt. Dabei finden die Generationen X, Y und Z besondere Erwähnung, da diese die drei “aktuellsten Bezeichnungen“ in unserer Gesellschaft sind.

Die Generation X als “analoge Natives“

Die Generation X ist auch als Generation Golf bekannt. Angehörige dieser Gruppe verbrachten ihre Kindheit, oder zumindest einen großen Teil dieser, ohne Computer. Von einem Smartphone und anderen für heute typischen Gewohnheiten einmal ganz abgesehen.

Somit erlebten die Personen den technologischen Wandel von analog zu digital im Erwachsenenalter. Die neuen Technologien stellten eine große Herausforderung dar, mit der sich die Generation bewusst auseinandersetzen musste.

Darüber hinaus zeichnet sich die Generation X durch eine hohe Motivation zur Arbeit sowie durch eine allgemein hohe (Aus-) Bildung (= besonders viele akademische Grade) aus.

Die Angehörigen der Gruppe arbeiten selbstständig und pragmatisch. Obwohl die “Xes“ viel Wert auf eine hohe Arbeitsqualität und eine berufliche Weiterentwicklung legen, sehen sie die Freizeit als ein wichtiges Konzept (Stichwort Work-Life-Balance).

Generation Y – Hauptsache Spaß haben